Dienstag, 22. Juni 2010

One week to go - one weekend in Togo

Am Wochenende ging es per Trotro ins nahe Ausland. Am Freitagabend passierten wir im Lichte von Öllampen die Grenze nach Togo und wurden im Hotel mit einem feinen Abendessen belohnt. Am Samstag ging es auf Stadttour in Togos Hauptstadt Lomé, wobei der Besuch des Fetisch-Marktes den Höhepunkt bildete. Ein spezielles Erlebnis!Gab es doch für jeden Geschmack was zu kaufen!















... wie wäre es mit einem getrockneten Chamäleon? Lebende gab es übrigens auch!













...lieber getrocknete Frösche? Die lebenden sind leider ausgegangen!












Im Angebot gabe es hunderte Affenschädel, Krokodilköpfe, Pferdeschädel, Ratten, diverse Vögel, Büffel, Schlangen, ein Kugelfisch, ein Gorillafuss, Schildkrötenköpfe, ... ! Nicht nur für das Auge interessant - auch der Geruchsinn kam auf seine Kosten!










Audienz beim Sohn des Fetisch-Chiefs.











Trotz den guten Geistern, welche uns seit dem Samstag begleiten, regnete es bereits in der Nacht auf den Sonntag ununterbrochen und heftig. Dass die togolesischen Taxifahrer bezüglich Risikobereitschaft gegen die ghanaischen keine Chance haben, merkten wir an diesem Sonntag schon früh. Das erste Stück vom Hotel Richtung Grenze mussten wir zu Fuss zurücklegen, da es regnete und man kein Taxi fand, welches durch die 5cm tiefen Wasserlachen zum Hotel fuhr. Soweit so gut! Etwa 45km vor Accra ging gar nichts mehr: die Strasse stand auf einer Länge von etwa einem halben Kilometer ca. 60cm unter Wasser. Eine Tankstelle und Häuser waren ebenfalls überflutet. Einige liefen durch das Wasser auf die andere Seite, andere wagten es mit dem Auto (unter anderem auch Taxis - garantiert keine aus Togo!). Unser Trotro-Fahrer (evtl. aus Togo stammend) wollte kein Risiko eingehen und wollte abwarten, bis der Wasserpegel zurückgeht. Auch wir warteten - drei Stunden! Als es langsam dunkel wurde, fanden wir einen Libanesen, der uns mit seinem uralten Gemüsetransporter nicht nur heil durch das Wasser führte, sondern sogar bis Accra!





Diese Familie hatte wohl eine Vorahnung: Sie hatten Luftmatratze und Schwimmreif dabei!












Während in der Schweiz bei einer solchen Situation verständlicherweise die Strasse gesperrt worden wäre, gibt hier ein Polizist Ratschläge, wie man am sichersten auf die andere Seite kommt: Möglichst nie anhalten!












Die Überfahrt in diesem Trotro war wohl unbedenklich!

























Nicht nur wir waren ob der Risikobereitschaft des Libanesen froh. Ein paar Jugendliche wagten ebenfalls die Überfahrt mit dem Gemüsetransporter - zwar den Libanesen nicht um Erlaubnis gefragt, dafür wohl nicht ganz trockenen Fusses auf der anderen Seite angekommen!












Ehrlich: Wir waren froh, gesund in Accra anzukommen! Eigentlich ist es schon verrückt: Entweder hat es hier zu wenig oder zu viel Wasser!

1 Kommentar:

Walter + Daniela Prinz hat gesagt…

Hallo Ghanaer!
Eure einmaligen und unvergesslichen Eindrücke und Erlebnisse in Afrika werden euch ein lebenlang begleiten. Wir Schweizer wissen oft nicht, in welchem Paradies wir leben dürfen.